On my own way.

by missgoldmund

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mir fehlt das schreiben sehr. ich habe ein wunderschònes wochenende verbracht, doch mit dem lernen funktioniert es immer noch nicht so ganz. ich verstehe langsam die welt wieder und es geht mit echt langsam besser. und zwar besser denn je. ich sehe endlich ein, dass ich nicht extra bloed bin, dass ich nicht weniger wert und weniger gut bin, als die anderen. ich esse viel und gut, soviel wie noch nie, doch ich kann es geniessen. das ist eine ganz neue erfahrung. die angst vor dem fett werden ist einfach schwàcher geworden. ansonsten geht es mir auch besser. alles ist irgendwie positiv veràndert und so langsam sehe ich den ganzen aufstieg den ich da hinter mir habe.

aber das mit dem lernen, das geht einfach doch noch nicht. also die prùfung machen, das schaffe ich nicht. ich rede mir gut zu und sage, dass das immer schon so war, dass ich mich nur anstrengen muss, dass ich da nicht herumkomme. doch es geht nicht. ich schaffe es zwar zu lernen aber nicht prùfungen zu machen. ich weiss ehrlich gesagt nicht ob das sinn macht, aber lieber wùrde ich ein anderes fach vorlernen um dann spàter die prùfung abzulegen. ich halte den druck nicht aus etwas leisten zu mùssen. mein kopf geht innerhalb einer halben sekunde auf standby und ich denke nur noch was ich fùr eine looserin sei. aber hat das einen sinn, einfach mal nur steril zu lernen, ohne leistungsaussicht. wenn ich wirklich alles machen kònnte was ich will, dann wùrde ich echt jetzt einfach ein anderes fach anfangen, um die leistungen dann zu bringen sobald ich wieder leistungsfàhiger, kràftiger und gesunder bin. die frage ist nur, habe ich die courage, mich auf mich zu verlassen und nicht auf all die anderen stimmen in meinem kopf zu hòren? die frage ist, ist das die richtige entscheidung? auf was hòre ich da? ist es mein bauchgefùhl, mein kleiner saboteur oder was zum teufel noch mal flùstert mir andauernd diese lòsung zu? ist es etwa die angst vorm versagen?

wenn ich mal ganz ehrlich bin, dann habe ich meisstens die schwersten entscheidungen ganz allein getroffen. ich habe oft den steilen und holprigen weg ausgewàhlt, den gefàhrlichen, von dem mir alle abrieten, aber genau der weg hat mich immer ans ziel gebracht. ich habe die prùfungen immer am letzten mòglichen termin abgelegt. ich habe immer nach meinem kopf entschieden was zuerst und was nacher machen. ich habe alles geschafft, wenn ich nur ùberzeugt war von meinen sturen entscheidungen. vielleicht sollte ich also auch diesmal einfach auf mich hòren, ohne lang darùber nachzudenken ob das jetzt bauchgefùhl, angst oder masochismus ist. denn all das bin ja dann doch wieder nur ich selbst.