Von Verzeihung.
by missgoldmund
man soll sich selbst verzeihen. anderen verzeihen. wird sind alle nur kleine und fehelrhafte menschen, und keiner ist perfekt.
so bin ich heut morgen aufgewachen: tasse kaffee zwischen meinen händen und bildschirm vor mir. und ich dachte, ja, das stimmt. man muss sich nicht auch noch selbst bestrafen nur weil es harte zeiten sind. und es wird auch das frühlingswetter sein, das sich hier in florenz eingeschlichen hat, aber ich spüre endlich wieder die kraft die seite umzublättern. nächstes kapitel des weges, der mich zu mir selbst bringen soll.
ich habe schwer gekämpft diese monate, um nicht unterzugehen in meinen sümpfen, um mich nicht komplett zu verlieren in meinen inneren wald. und es hat sich ausgezahlt. den ich bin eigentlich weit gekommen, wenn ich mich jetzt so umschauhe. ich habe viele entscheidungen getroffen, die nicht leicht waren. ich habe mich endlich entschlossen psychopharmaka zu nehmen. ich habe mich endlich gehen lassen, die kontrolle mit vielen hindernissen hinter mir gelassen. zum beispiel habe ich auch mal pasta am abend gegessen. oder meinen salat im kühlschrank stehen lassen, um in gesellschaft zu essen und mich nicht immer selbst auszuschliessen. ich habe mich geöffnet mit der freundin, von der ich letztens schrieb. sie weiss von meiner essstörung und ist damit mit meinen tiger die zweite person auf der erde. na gut, da sind auch meine eltern: auch mit ihnen bin ich offener und manchmal auch wütender als ich je war. entäuscht und ehrlich. ich spüre die kraft auch diese schlechten emotionen zu ertragen. auch weil ich mich endlich irgendwie sicherer fühle, auch ohnen ihnen. es ist als wäre ich endlich auf meiner eigenen insel angekommen, die nicht umbedingt untergeht, weil die familieninsel zu sinken beginnt. ich bin wieder mit vielen alten freunden in kontakt getreten, habe alte kontakte wieder aufgefrischt. meine liebe ex-mitbewohnerin, die ich in verona besuchen war. meine alten schulkollegen zu deren diplom feier ich extra hingefahren bin.
vielleicht liegt die lösung wirklich manchmal im verzeihen. sich selbst zu verzeihen. ich war sehr schwach die letzten monate. ich habe es meist nicht geschafft meine erwartungen gerecht zu werden. ich habe viele fehler gemacht, unnütze streite angefangen, einmal mehr gekotzt als nötig und ich war viel zu streng mit mir selbst. ich verzeihe mir. es war ein schwacher moment meines lebens. doch jede phase hat einen sinn. jede kurve, jede kehre und jede scheins auswegslose strasse.
damit will ich sagen, dass ich sicher noch lange nicht angekommen bin, aber das der weg stimmt. ich will weiterhin alles daran setzen mein bestes zu geben. und ich werde versuchen mir eine echte zweite chance zu geben.