Die Träume sind zurück.
ja, es geht mir definitiv besser. draussen stürmt und schneit es und ich bin hier in der eisigen küche unserer wg und lerne. ja, endlich lerne ich wieder. diese zweite pille funktioniert definitv viel besser als die vorherige, aber ich wage es zu behaupten, dass auch ich endlich einen weg aus diesen dunklen wald gefunden habe. wenigstens eine lichtung. dann werden wir ja weitersehen.
gestern abend hat tiger bei mir geschlafen. auch wenn ich nicht sonderlich lust hatte auf intimitäten, und zum ersten mal habe ich das einfach so spontan rausgesagt, hat er mich nach wenigen minuten doch rumgekriegt. und ich kann mich nicht an das letzte mal errinnern, das den von gestern nahe kommt.
ich bin dann dieses wochen ende nicht nach hause gefahren. und das war auch gut so, wenigstens hatte ich zeit durchzuatmen und konnte, dank dem wetter, all diesen familienangelegenheiten entfliehen. keine gezwungenes miteinander-essen. keine erklärungen abgeben müssen. keine freundinnen treffen zu müssen, weil man doch so selten nach hause fährt. ja ich habe es genossen, diese ganzen pflichten mal so richtig ohne schlechtem gewissen zu schwänzen. ich hatte das echt nötig. ich habe zig folgen von tatort angeschaut, habe kuchen und torten gegessen, wo doch der geburtstag meines “schwiegervaters” war und ich mir von allen ein stück mitnehmen durfte. es war einfach ein schönes wochenende.
und seit sonntag habe ich auch wieder angefangen zu lernen. ich kann mich konzentrieren. bin motiviert, weil das doch die letzte möglichkeit ist diese prüfung zu machen. ich will sie endlich machen, denn ich habe wirklich null lust das alles nochmals durchzunehmen. nein, danke.
gestern vor den einschlafen sagte ich zu meinem tiger, dass ich wirklich unheimlich lust habe mit ihm in den urlaub zu fahren. thailand oder cambodgia. indien, nepal, vietnam. irgendwo wo wir weit entfernt sind von all dem, was unseren alltag ausmacht. nur ich und er, strand, andere kultur, anderer himmel, andere welt. mit den menschen dort reden, die welt dort betrachten ohne zu stören, etwas lernen und mit nach hause nehmen. nur wir und das was uns als menschen ausmacht. keinen luxus und auch nicht nur abenteuerurlaub, aber eine selbstfindungs-reise. ja. mit viel zeit, schlaf, essen, sonne und liebe. natur, und in sich gehen.
also, wenn mein leben begrenzt wäre, das wäre mein letzter wunsch in diesem moment. das ist mein traum.





